Eigener KI Assistent wie Jarvis: So baust du ihn für dein Unternehmen
Wie du einen KI Assistenten wie Jarvis aufsetzt: eigene Hardware, Chat per Telegram, Zugriff mit Limit und vor allem Kontext zu deinem Business.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Jarvis ist kein Chatfenster, sondern ein Assistent, dem du schreibst wie einem Mitarbeiter.
- Das Wichtigste ist nicht das Modell, sondern dass der Assistent dein Business kennt.
- Mein Assistent Rocky läuft auf einem Mac mini bei mir und nicht in einer fremden Cloud.
- Neue Fähigkeiten bekommt er über eine Anleitung, die er liest und sich selbst einrichtet.
- Rechte gibst du bewusst: Meine Rocky hat Serverzugriff und eine Kreditkarte mit Limit.
Jeder will einen eigenen Jarvis, den Assistenten aus den Iron Man Filmen. Dieser Artikel ist für Inhaber und Geschäftsführer, die wissen wollen, wie so ein Assistent im Unternehmen aussehen kann. Ich zeige dir, wie mein Assistent Rocky aufgebaut ist, was er kann und warum das Modell dahinter die kleinste Rolle spielt.
Was ich mit einem Jarvis meine#
Ein Jarvis ist für mich kein Chatfenster, in das du ab und zu eine Frage tippst. Es ist ein Assistent, dem du schreibst wie einem Mitarbeiter. Er kennt dein Geschäft, hat Zugriff auf die richtigen Dinge und erledigt Aufgaben.
Meiner heißt Rocky. Zeig ich dir.
So ist Rocky aufgebaut#
Das ist der Stand bei mir:
Er läuft auf einem Mac mini bei mir. Nicht irgendwo in einer fremden Cloud. Ich schreibe ihm über Telegram. Ganz normal, wie ich einem Mitarbeiter schreiben würde. Er lernt neue Dinge selbst. Wenn er etwas Neues können soll, schicke ich ihm die Anleitung, zum Beispiel ein GitHub Repository (eine Ablage für Code und Dokumentation). Er liest alles durch, versteht es und richtet es sich selbst ein. Er ist mit meiner Content Maschine verbunden. Er kennt meine Skripte und meine Leadmagnete und kann nachlesen, was ich in meinen Videos gesagt habe. Er hat Zugang zu meinen Servern und eine eigene Kreditkarte. Die Karte ist limitiert. Das ist Absicht.
Warum der Kontext wichtiger ist als das Modell#
Stell dir vor, du stellst morgen den besten Mitarbeiter der Welt ein. Am ersten Tag setzt du ihn an den Schreibtisch und sagst nichts. Keine Kunden, keine Preise, keine Tonalität, keine Abläufe. Was kommt dabei raus? Höfliche Ratlosigkeit.
Genau so arbeiten die meisten mit KI. Sie suchen das beste Modell und wundern sich, warum die Antworten generisch sind. Das Modell ist aber nur die Intelligenz. Das Wissen über dein Business fehlt.
| Chatbot ohne Kontext | Assistent, der dein Business kennt | |
|---|---|---|
| Wissen | nur das, was du gerade tippst | deine Skripte, Unterlagen, Leadmagnete |
| Antworten | allgemein | auf dein Geschäft zugeschnitten |
| Einarbeitung | bei jedem Gespräch neu | einmal sauber, dann laufend |
| Nutzen | Textlieferant | Mitarbeiter |
Deshalb sage ich: Ohne Kontext ist jeder Jarvis nur ein Chatbot.
- Entscheide, wo er läuft. Wenn dir Datenhoheit wichtig ist, überlege, ob er bei dir im Haus läuft. Bei mir ist das ein Mac mini.
Wähle einen Kanal, den du sowieso nutzt. Ich nutze Telegram. Wenn du ihm dort schreibst wie einem Kollegen, nutzt du ihn auch wirklich. Schreib ein Briefing. Wer du bist, was dein Unternehmen verkauft, an wen, wie ihr klingt, was ihr nie tut. Das ist die Einarbeitung, die du jedem neuen Mitarbeiter geben würdest. Verbinde dein Wissen. Skripte, Angebote, Leadmagnete, FAQ, Videos. Je mehr er nachlesen kann, desto weniger musst du erklären. Vergib Rechte bewusst. Fang klein an. Wenn du Geld oder Serverzugriff freigibst, dann mit Limit. Lege Fähigkeiten nach. Gib ihm eine Anleitung und lass ihn sie selbst einrichten, statt jeden Schritt selbst zu klicken.
Ein Gedankenbeispiel#
Nimm eine kleine Unternehmensberatung. Der Inhaber schreibt dem Assistenten: „Bereite mir ein Angebot für einen neuen Interessenten vor.“
Ohne Kontext fragt die KI zurück oder erfindet etwas. Mit Briefing kennt sie die Leistungen, die Preislogik und den Ton des Hauses. Sie kann auf frühere Texte zugreifen und liefert einen Entwurf, den der Inhaber nur noch prüft. Das ist der Unterschied zwischen Chatbot und Mitarbeiter.
Das Beispiel ist erfunden, damit der Mechanismus klar wird. Es sind keine Messwerte von mir.
Typische Fehler#
Du suchst zuerst das beste Modell. Besser: erst das Briefing, dann das Modell. Du gibst dem Assistenten nur eine Rolle. „Du bist ein Marketing Experte“ ersetzt keinen Kontext. Du gibst volle Rechte ohne Grenzen. Wenn er Geld ausgeben darf, setze ein Limit. Du automatisierst einen Prozess, den du selbst nicht verstehst. Ein kaputter Prozess wird mit KI nur schneller kaputt. Du kippst alle Kundendaten in die nächste Cloud, ohne darüber nachzudenken. Frag dich vorher, wo sie liegen sollen. Du schreibst das Briefing einmal und nie wieder. Dein Business ändert sich, dein Briefing sollte mitziehen.
Wo du anfängst#
Der wichtigste Schritt ist das Briefing. Wenn du die Vorlage willst, mit der deine KI dein Business kennenlernt und versteht, kommentiere in meinem Video das Stichwort BRIEFING.
Ich baue AI Systeme, die Zeit zurückgeben.
Häufige Fragen
Was ist mit einem eigenen Jarvis gemeint?
Gemeint ist ein KI Assistent, dem du im Alltag schreibst wie einem Mitarbeiter und der dein Business kennt. Er ist mehr als ein Chatbot, weil er mit deinen Inhalten und Systemen verbunden ist.
Muss ein KI Assistent in der Cloud laufen?
Nein. Rocky läuft bei mir auf einem Mac mini und nicht in einer fremden Cloud. Das gibt dir mehr Kontrolle darüber, wo deine Daten liegen.
Wie bringe ich meinem Assistenten neue Fähigkeiten bei?
Bei Rocky schicke ich einfach die Anleitung, zum Beispiel ein GitHub Repository. Er liest sie komplett durch, versteht sie und richtet die Fähigkeit selbst ein.
Was ist wichtiger: das KI Modell oder der Kontext?
Der Kontext. Ein Assistent, der dein Business nicht kennt, bleibt ein Chatbot ohne Kontext, egal welches Modell dahinter steckt.